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Ministerpräsident Torsten Albig hat das Thema Pflege als zentrales Zukunftsthema für Politik und Gesellschaft bezeichnet. “Viele Menschen verdrängen das Thema, bis es nicht mehr aufzuhalten ist. Politisch und auch gesellschaftlich dürfen wir Pflege aber nicht aufschieben”, sagte er heute, den 19. August 2013 zum Auftakt der Veranstaltung der Diakonie Schleswig-Holstein “Politik trifft Pflege” im Wissenschaftszentrum Kiel.

“Die Zahl älterer Menschen wird in den nächsten Jahren kontinuierlich wachsen. Damit wächst auch die Zahl der pflegebedürftigen Menschen”, sagte Albig. So werde die Zahl der Pflegebedürftigen in Schleswig-Holstein in den kommenden zehn Jahren von heute etwa 80.000 auf 114.000 Menschen ansteigen. Das Land stehe damit vor gewaltigen Aufgaben. Dazu gehöre es, den Beruf Altenpflege wieder attraktiver machen. Die Landesregierung setze sich daher dafür ein, die Altenpflegeausbildung innerhalb der nächsten Jahre kostenlos zu gestalten. Wichtig sei auch, dass pflegebedürftige Menschen solange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden leben dürfen. Häusliche Pflege müsse deshalb Vorrang haben. “Noch findet 40 Prozent der Pflege in Schleswig-Holstein in Heimen statt. Im Vergleich zu den anderen Ländern ist diese Quote sehr hoch. Das wollen wir ändern”, so der Ministerpräsident. Wohnformen, die zwischen der häuslichen Pflege und der stationären Versorgung liegen, müssten weiter ausgebaut werden.

Enorm wichtig sei auch die Anerkennung für pflegende Angehörige. “Wir wissen, dass es unwahrscheinlich viele Menschen in den Familien gibt, die täglich eine herausragende, physisch und psychisch zumeist sehr schwere Arbeit leisten. Es sind zumeist Frauen, die in den Familien diese Rolle übernehmen. Sie brauchen für diese immense Doppelbelastung zwischen Pflege und Job mehr Hilfe und Unterstützung”, so Albig. Pflege sei aber nicht Aufgabe alleine der Politik: “Pflege ist eine Aufgabe der gesamten Gesellschaft und kann nur im Zusammenwirken von familiären, ehrenamtlichen und professionellen Kräften gelingen”, so der Ministerpräsident.