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Trotz der anhaltenden positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt warnte Arbeitsminister Reinhard Meyer nach Veröffentlichung der aktuellen Arbeitsmarkzahlen durch die Bundesagentur für Arbeit: „Wir werden im Jahr 2030 auf dem schleswig-holsteinischen Arbeitsmarkt eine Lücke von voraussichtlich knapp
200 000 Menschen haben. Wenn wir nicht schon heute damit beginnen, diesen Trend einzudämmen, werden wir morgen im globalen Wettbewerb zurückfallen.“ Meyer verwies auf die vor einem Monat gestartete Fachkräfteinitiative „Zukunft im Norden“. Damit wollen Land, Kommunen, Kammern, Verbände, Gewerkschaften, Bundesagentur und Hochschulen Weichen für den wachsenden Fachkräftebedarf stellen.

„Unser Ziel ist es, die vorhandenen Potenziale auf dem Arbeitsmarkt zu nutzen und weiterzuentwickeln, um den Bedarf an Fachkräften in Schleswig-Holstein zu sichern“, so der Minister. Die rund 25 Partner der Initiative hätten sich darauf verständigt, dass die Kammern zunächst den Fachkräftebedarf der nächsten 15 bis 20 Jahre landesweit identifizieren und analysieren. In weiteren Schritten will etwa die Bundesagentur für Arbeit nach Wegen suchen, das vorhandene Fachkräftepotenzial zu stärken.

Nach den Worten des Ministers sei eine wichtige Zielgruppe für die Fachkräfteinitiative die Gruppe der Älteren, die nach wie vor oft ungewollt am Arbeitsmarkt unterrepräsentiert ist. Bei den heute veröffentlichten Zahlen im Bereich der älteren Arbeitslosen sei sowohl im Vergleich zum Vormonat (plus 1,7 Prozent) als auch im Vorjahresvergleich (plus 2,7 Prozent) ein Anstieg zu verzeichnen. „Es ist deshalb auch Aufgabe der Fachkräfteinitiative, potentielle Hemmnisse für die Beschäftigung Älterer zu beseitigen. Denn Ältere können durch ihr umfangreiches Erfahrungswissen von großer Bedeutung für die Unternehmen sein“, so Meyer.

In Schleswig-Holstein sind aktuell 94.300 Menschen arbeitslos, 1,6 Prozent mehr als im Vormonat, jedoch ein Prozent weniger als im Vorjahresvergleich. Die Arbeitslosenquote liegt bei 6,5 Prozent und damit um 0,1 Prozentpunkte niedriger als vor einem Jahr. „Das ist in Schleswig-Holstein der stärkste Rückgang in einem November seit 20 Jahren“, so Meyer. Bemerkenswert sei die weiterhin positive Entwicklung im Bereich der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Hier sei im Vorjahresvergleich ein Anstieg um 1,3 Prozent oder 11.500 Arbeitsplätze zu verzeichnen.