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Innenminister Andreas Breitner hat eine positive Zwischenbilanz der Offensive für bezahlbares Wohnen gezogen. „Unsere Initiative ist in Schwung gekommen“, sagte Breitner auf dem Jahreskongress des Verbandes Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) am Mittwoch, den 19. Juni 2013 in Kiel. In der Hansestadt Lübeck und in den größeren und kleineren Städten in direkter Nähe zu Hamburg seien Flächen für mehrere tausend neue Wohnungen vorhanden. Bauland könne kurzfristig zur Verfügung gestellt werden. In vielen Kommunen liefen bereits Gespräche mit Wohnungsbauinvestoren.

„Öffentlicher Wohnungsbau für breite Schichten der Bevölkerung hat wieder Konjunktur“, sagte der Minister. Mitarbeiter des Innenministeriums und teilweise Breitner persönlich haben in den vergangenen Wochen Lübeck und die Kommunen im Hamburger Umland besucht und mit den Bürgermeistern über die Umsetzung der Offensive für bezahlbares Wohnen gesprochen. Zeitgleich besuchte die Investitionsbank Schleswig-Holstein Wohnungsunternehmen und klärte über die Möglichkeiten der Förderung auf.

Nach Auskunft des Innenministeriums stehen in Norderstedt Flächen für 2.500 Wohnungen zur Verfügung, von denen rund ein Drittel öffentlich gefördert werden soll. In Tornesch ist Platz für 1.000 Wohneinheiten. Hier gab es bereits einen ersten Spatenstich für ein Bauvorhaben der Baugenossenschaft Adlershorst. Der Grundstein für ein weiteres großes Projekt diesmal der Firma Semmelhaack soll Ende August gelegt werden.

In Pinneberg sind Flächen für rund 1.300 Wohnungen vorhanden, davon die Hälfte für Mehrfamilienhausbau. Halstenbek und Quickborn schaffen derzeit auf kommunalen und privaten Grundstücken Baurecht. In beiden Kommunen laufen genau wie in Rellingen und Schenefeld Gespräche mit Investoren. Wedel hat beschlossen, städtische Grundstücke mit der Auflage zu verkaufen, dass darauf rund ein Drittel öffentlich geförderte Wohnungen entstehen.

Mit der im Januar gestarteten „Offensive für bezahlbares Wohnen“ wollen das schleswig-holsteinische Innenministerium, die Verbände der Wohnungswirtschaft und der Mieterbund gemeinsam gegen steigende Mieten und für mehr preiswerte und qualitativ gute Wohnungen sorgen. Die Initiative soll besonders in den Städten und Gemeinden in direkter Nähe zur Hamburger Landesgrenze, in Kiel und Lübeck sowie auf Sylt greifen. Das sind die Regionen, in denen die Mietsteigerungen, Miethöhen und die Unterschiede zwischen Bestandsmieten und Mieten bei Neuvermietungen deutlich über dem Landesdurchschnitt liegen.

Das Land stellt in diesem und im nächsten Jahr insgesamt 180 Millionen Euro an Darlehen für die Wohnraumförderung zur Verfügung. Davon sind 50 Millionen Euro für die Förderung von Mietwohnungen im unmittelbaren Hamburger Umland reserviert. Daneben gibt es kommunale Förderbudgets: Für Kiel stehen 35 Millionen Euro zur Verfügung. Lübeck bekommt 48 Millionen Euro, für die Gemeinden auf Sylt gibt es 20 Millionen Euro.

In der Rahmenvereinbarung verpflichtet sich das Innenministerium zu verlässlichen und planbaren Wohnraumförderprogrammen, zu Förderbestimmungen, die die Wirtschaftlichkeit von Investitionen sichern und zu Transparenz auf dem Wohnungsmarkt in Form von Gutachten, Analysen und Planungshilfen. Die Wohnungswirtschaft sagt Investitionen in den Wohnungsneubau und im Rahmen des Klimapakts zu. Sie wirkt an konkreten Projekten für bezahlbares Wohnen in Städten und Gemeinden sowie bei der Erarbeitung von Planungsunterlagen für Wohnungsmarktprognosen und Wohnungsmarktkonzepte mit.