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„Frau Schavan hat für ihren schnellen Rücktritt vom Amt der Bundesbildungsministerin meinen vollen Respekt”, sagte heute, den 9. Februar 2013 Bildungs- und Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Waltraud ´Wara´ Wende und fügte hinzu, nach den Regeln der Politik sei dieser Rücktritt nach der Aberkennung des Doktortitels wohl ohne Alternative gewesen.

Wende – selbst Wissenschaftlerin und ehemalige Präsidentin der Flensburger Universität – betonte aber auch, in der Diskussion um den Titel fehle die Auseinandersetzung mit den Doktormüttern und -vätern: „Eine junge Doktorandin oder ein junge Doktorand mögen fehlerhaft oder schlampig gearbeitet haben – aber was muss man dann erst zur Expertise derer sagen, die diese Doktorarbeiten gelesen und bewertet haben?” Wende forderte ein besseres Qualitätsmanagement an den Universitäten und betonte, diesbezüglich könne man von den angelsächsischen Hochschulen viel lernen. „Nachdenklich macht mich auch die gelegentlich überzogene und undifferenzierte Empörungskultur in unserer Gesellschaft, die manches Mal zu früh fähige Köpfe aus dem Rennen wirft”, sagte die Bildungsministerin. Zu Schavans Nachfolgerin Prof. Dr. Johanna Wanka sagte Wende, sie habe sie in der gemeinsamen Arbeit in der Kultusministerkonferenz und im Kuratorium der VW-Stiftung als durchsetzungsstarke und fachkundige Kollegin kennen gelernt.