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Gute Nachricht für junge Leute mit ausländischen Wurzeln: Die Pflicht, sich spätestens mit 23 Jahren für eine Staatsangehörigkeit zu entscheiden, fällt künftig weg, wenn es im Bund zur Koalition aus Union und SPD kommt. Von der Abschaffung der so genannten Optionspflicht im Staatsangehörigkeitsrecht, auf die sich die Verhandlungspartner verständigt haben, profitieren in Schleswig-Holstein rund 7.300 junge Frauen und Männer, überwiegend mit türkischer Abstammung. Diese Zahl teilte Innenminister Andreas Breitner am Dienstag, den 10. Dezember 2013 in Flensburg mit. Die Stadt hatte zu einer Feierstunde anlässlich der Einbürgerung von Ausländerinnen und Ausländern eingeladen.

Breitner nannte das Ende der Wahlpflicht einen Durchbruch für ein modernes Staatsangehörigkeitsrecht. „Indem junge Leute beide Staatsangehörigkeiten behalten können, wird ihre Zugehörigkeit zu Deutschland oder zur Nationalität ihrer Eltern endlich nicht mehr in Frage gestellt“, sagte der Minister. Die neue Regelung werde auf mittlere Sicht zur Einführung einer generellen Mehrstaatigkeit führen, also auch für eingewanderte Ausländer. Schleswig-Holstein werde sich dafür weiterhin politisch mit Nachdruck einsetzen. „Mehrstaatigkeit fördert die Integration“, sagte Breitner.

2012 wurden in Schleswig-Holstein 2.978 Frauen und Männer eingebürgert, 51 weniger als im Jahr davor. Dennoch konnte Schleswig-Holstein im vergangenen Jahr seine bundesweite Spitzenposition bei Einbürgerungen halten. Schleswig-Holstein liegt in der Reihenfolge der Länder hinter Hamburg und Hessen auf Platz drei.