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„Wir brauchen ganz schnell schnelles Internet – flächendeckend mit modernster Technologie.“ Dieses Ziel bekräftigten in einem gemeinsamen Gespräch die Geschäftsführerin der Bürgerbreitbandnetz GmbH, Ute Gabriel-Boucsein, die die Vertreterin des Bundesverbandes Breitbandkommunikation (BREKO), Ulrike Lepper aus Berlin, und den CDU-Bundestagsabgeordneten für Nordfriesland und Dithmarschen-Nord, Ingbert Liebing, in ihrem Unternehmen in Husum begrüßen konnte.

Ulrike Lepper lobte die Bürgerbreitbandnetzgesellschaft als „hervorragendes Modellprojekt, wie im ländlichen Raum flächendeckend schnelles Internet mit Glasfaser in jedes Haus gelegt werden kann.“ Dieses nordfriesische Projekt habe inzwischen in der Breitbandbranche bundesweit Aufmerksamkeit erzeugt.

Zur Zeit wird in der Gemeinde Löwenstedt der Glasfaserausbau im ersten Dorf im Geschäftsbereich dieser Gesellschaft gebaut: ein erster Schritt, dem noch viele weitere folgen sollen.

Ingbert Liebing berichtete über den Stand der politischen Diskussionen in Berlin zum Breitbandausbau. „Das Thema ist ganz oben auf der Tagesordnung der Politik angekommen. Die Bundesregierung hat als Ziel gesetzt, bis 2017 flächendeckend schnelles Internet mit Übertragungsraten von mindestens 50 Megabit pro Sekunde anbieten zu können. Der Bundestag hat im vergangenen Jahr ein Maßnahmenpaket zur Stärkung der ländlichen Räume beschlossen. Die Breitbandversorgung stellt dabei den wichtigsten Schwerpunkt dar“, erläuterte Liebing. Derzeit würde auch über neue Finanzierungsmodelle verhandelt. Liebing setzt sich für staatliche Bürgschaftsprogramme ein, um den privatwirtschaftlichen Initiativen wie der in Nordfriesland den Zugang zu Krediten zu erleichtern. Noch seien manche Banken oder Sparkassen zögerlich, dieses Thema zu besetzen. „Da können Bürgschaften sinnvoller als Zuschüsse sein“, stellte Liebing nach dem Gespräch fest.

Mit Interesse nahmen Ulrike Lepper und Ingbert Liebing die Schilderungen von Ute Gabriel-Boucsein auf, wie viele einzelne Schritte beim Breitbandprojekt abzuarbeiten sind – von Finanzierungsfragen, Verhandlungen mit Behörden bis zu technischen Herausforderungen. „Hier wird gute innovative Arbeit geleistet, um eine Region voran zu bringen“, lobten die beiden die Arbeit der Bürgerbreitbandnetzgesellschaft.