Das Buch des Sylter Immobilienmaklers Eric Weißmann Aber bitte mit Reet

Kulturstaatssekretär Eberhard Schmidt-Elsaeßer hat eindringlich dafür geworben, das schriftliche Kulturgut in Schleswig-Holstein zu bewahren und vor dem Zerfall zu retten. Handschriften, Urkunden, Bücher und andere Dokumente in den Archiven und Bibliotheken des Landes seien akut bedroht, deshalb müsse schnell gehandelt werden: „All diese Originale sind ein Stück schleswig-holsteinische Heimatgeschichte“, sagte er heute, den 6. November 2013 auf einer Fortbildungsveranstaltung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in schleswig-holsteinischen Archiven und Bibliotheken in der Landesbibliothek in Kiel. Schmidt-Elsaeßer dankte den Fachleuten für ihr großes Engagement zur Erhaltung des schriftlichen Kulturgutes. „Sie setzen sich seit Jahren dafür ein, diese einzigartigen Zeugnisse zu erhalten, weil Sie wissen, dass die kulturelle Identität nicht nur etwas Gegenwärtiges, sondern untrennbar mit Erinnerung und dem Wissen um die Vergangenheit verbunden ist. Ohne kulturelles Gedächtnis gibt es keine kulturelle Identität.“ Bei der Veranstaltung wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über Möglichkeiten der Schadensanalyse und Verfahren zur Schadensbehebung sowie über konkrete Hilfen durch das Landes- und Bundesprogramm informiert.

Die Landesregierung hat im Jahr 2010 erstmals finanzielle Mittel für die Bestandserhaltung in Archiven und Bibliotheken des Landes bereitgestellt, diese Mittel wurden im laufenden Haushaltsjahr auf insgesamt 380.000 Euro erhöht. Dadurch konnten u.a. die Originalhandschrift von Theodor Storms „Schimmelreiter“, das Amrumer Kirchenbuch aus dem 16. Jahrhundert und die Sylter Landvogteiakten, die durch einen Brand schwer beschädigt worden waren, restauriert werden. „Ich bin zuversichtlich, dass wir das Programm auch in den kommenden Jahren finanzieren können“, betonte der Staatssekretär.