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Zum internationalen Tag der Roma hat die Minderheitenbeauftragte des Ministerpräsidenten, Renate Schnack, heute, den 8. April 2013 den Schutz der Minderheiten in Schleswig-Holstein gewürdigt.

“Der Schutz der deutschen Sinti und Roma in unserer Landesverfassung ist auch ein Signal nach Europa”, sagte Schnack. Die Verfassungsänderung, die der Landtag im vergangenen November einstimmig beschlossen hatte, nehme der bisherigen politischen und finanziellen Unterstützung für die Sinti und Roma die Beliebigkeit. Sie werde jetzt durch den verfassungsgemäßen Anspruch auf Schutz und Förderung ersetzt. Das sei eine neue Qualität und auch Ausdruck einer veränderten politischen Kultur.

Die Minderheitenbeauftragte verwies darauf, dass sich Schleswig-Holstein schon seit über 20 Jahren für den Schutz der Sinti und Roma stark mache. Zahlreiche Initiativen würden das eindrucksvoll belegen. Etliche Vorhaben in der Trägerschaft des Landesverbandes seien ideell und finanziell gefördert worden, so die Mehrgenerationensiedlung Maro Temm, das Projekt “Kulturbewahrung und Integration”, die Mediatorinnen an Kieler Schulen und als neuestes Projekt die Ausbildung weiterer Bildungsberaterinnen aus den Reihen der Minderheit.

Der internationale Tag der Roma erinnert an den ersten Roma-Kongress 1971 in London. Etwa 60.000 deutsche Sinti und 10.000 deutsche Roma leben in Deutschland. Der schleswig-holsteinische Landesverband Deutscher Sinti und Roma schätzt die Zahl der Sinti und Roma mit deutscher Staatsangehörigkeit in Schleswig-Holstein auf etwa 5.000 Menschen.