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Mehr als ein Jahr vor dem ersten Spatenstich für den sechsstreifigen Ausbau der Autobahn 7 zwischen Bordesholm und Hamburg hat es heute, den 17. Juni 2013 in Neumünster eine erste große Informationsveranstaltung zu dem geplanten ÖPP-Bauprojekt gegeben. Gastgeber waren neben der Landesregierung die IHK Schleswig-Holstein sowie die DEGES (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und –bau GmbH) und die Logistik Initiative Schleswig-Holstein.

Wie Verkehrsminister Reinhard Meyer vor den rund 250 Teilnehmern sagte, sei die A 7 die längste Autobahn in Deutschland und eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen zwischen Skandinavien und Zentraleuropa. Sie werde deshalb als leistungsfähige und attraktive Verkehrsverbindung ausgebaut. „Das ist eine große Herausforderung für Planer und Baufirmen, aber auch für die Menschen im Land. Wir werden diese Herausforderung meistern, aber wie jede Großbaustelle wird auch dieses Projekt mit Belastungen für die Menschen und die Wirtschaft verbunden sein“, sagte Meyer.

Wie der Minister weiter sagte, sei bereits Vieles in die Wege geleitet worden, damit die Probleme kleiner werden. „Wir ziehen unter anderem Lehrern aus dem Bau der A 1 zwischen Hamburg und Bremen“, so Meyer, „und werden zur Bauzeit ein verbessertes ÖPNV-Angebot bereithalten und gemeinsam mit Hamburg und den lokalen Medien ein Informationsportal für die Öffentlichkeit zur Verfügung stellen.“ Darüber hinaus kündigte Meyer bereits für den Herbst eine weitere Informationsveranstaltung an.

Nach den Worten von Bernd Rothe von der DEGES werden während der insgesamt achtjährigen Bauzeit grundsätzlich vier Fahrstreifen mit einer Mindestbreite von 3,25 Meter für die rechten und 2,85 Meter für die linken Fahrstreifen zur Verfügung stehen. Ebenso werde dem noch zu bestimmenden Konzessionär die maximale Baustellenlänge von 12 Kilometern und die Mindestlänge der so genannten Erholungsstrecken von fünf Kilometern vertraglich vorgegeben.

Zum verbesserten ÖPNV-Netz während der Bauzeit sagte Bernhard Wewers, Geschäftsführer der Landesweiten Verkehrsservicegesellschaft (LVS): „Im Dezember 2014 startet das ,Netz Mitte‘ mit einer gegenüber heute erhöhten Kapazität insbesondere auf den Strecken Hamburg – Kiel und Hamburg -Flensburg. Der heutige Stundentakt zwischen Kiel und Hamburg wird auf einen durchgehenden Halbstundentakt verdichtet. Der Zweistundentakt nach Flensburg wird in einen Stundentakt umgewandelt.“ Auch für den Straßengütertransport könnte die Nutzung der Schiene eine Alternative darstellen. Hierzu wurde insbesondere die Idee der Einrichtung eines Kombinierten Verkehrsterminals in Neumünster angesprochen. Dort könnte Ladung von der A 7 kommend auf die Schiene gesetzt und als fester Pendelverkehr zwischen Neumünster und dem Rhein-Ruhr/Rhein-Main-Gebiet eingerichtet werden.

Dr. Hans-Jürgen Hett, Vorstand der Logistik Initiative Schleswig-Holstein e. V., bot eine weitere Begleitung des Ausbaus der A 7 in den Veranstaltungen und Fachgruppen der Logistik Initiative Schleswig-Holstein e.V. an. Dies könne sowohl auf Landesebene als auch auf lokaler Ebene umgesetzt werden.

Für die Präsidentin der IHK Schleswig-Holstein, Friederike C. Kühn, ist die Dimension des Problems enorm. „Ich appelliere an das Land, beim Ausbau der A 7 weiterhin den engen Kontakt mit der Wirtschaft zu suchen und je nach Baufortschritt auch regionale Besprechungen und Informationsrunden mit örtlich betroffenen Unternehmern einzurichten.”