Das Buch des Sylter Immobilienmaklers Eric Weißmann Aber bitte mit Reet

Die Landesregierung Schleswig-Holstein stellt zur Unterstützung der durch die Folgen des Hochwassers in Not geratenen Menschen eine Soforthilfe in Höhe von einer Million Euro zur Verfügung. Das beschloss das Kabinett heute, den 11. Juni 2013. „Das wichtigste ist, dass wir jetzt den Menschen helfen, die unmittelbar von der Flut betroffen sind. Die Landesregierung hat einen Hilfsfonds eingerichtet, aus dem wir Sofortmaßnahmen für besondere Härtefälle fördern. Ihnen muss schnell und unbürokratisch geholfen werden“, sagte Ministerpräsident Torsten Albig nach der auswärtigen Kabinettssitzung in Berlin.

Das Kabinett setze außerdem auf die angekündigte Unterstützung des Bundes. „Es ist wichtig, dass Bund und Länder hier gemeinsam die Lasten tragen“, sagte Innenminister Andreas Breitner. Sein Haus werde die entsprechenden Verhandlungen führen.

Das Kabinett forderte zudem, dass die Vorsorge und Schutz vor Hochwasser überprüft werden. „In Deutschland gab es vier extreme Hochwasser innerhalb von elf Jahren, und wir werden mit weiteren rechnen müssen“, sagte Umweltminister Robert Habeck. „Der bisherige Hochwasserschutz stößt an seine Grenzen. Er kann nicht nur darin bestehen, Deiche immer höher und höher zu bauen. Notwendig sind mehr Überflutungsflächen und Deichrückverlegungen. Natur braucht ihren Raum, damit die Menschen geschützt werden können“, betonte Habeck. Hier müssten Bund und Länder gemeinsam Maßnahmen prüfen. „Gerade für Schleswig-Holstein als Elb-Unterlieger ist es entscheidend, was an Hochwasserschutz in den Bundesländern am Oberlauf der Elbe passiert.“

Habeck kündigte an, gemeinsam mit der Stadt Lauenburg, dem Kreis und dem Wasser- und Bodenverband ein geeignetes und wirtschaftlich angemessenes Konzept für den
Hochwasserschutz der Altstadt zu entwickeln. „Wenn diese Flut überstanden ist, wird das Umweltministerium die Gespräche dazu führen und eine Lösung für Lauenburg finden.“

Die Hochwasserlage in Lauenburg blieb auch am Dienstag angespannt. Zwar schien sich der Wasserstand zu stabilisieren, allerdings waren Teile der Altstadt überflutet. Der Katastrophenstab des Kreises, Einsatzkräfte und Helfer waren unermüdlich im Einsatz, um Betroffenen zu helfen, Barrieren zu errichten und Deiche zu sichern. Die Landesregierung dankte ihnen. „ Die Menschen in Lauenburg arbeiten hart und engagiert und leisten fast Übermenschliches. Ich danke allen für ihre Tatkraft und ihren vorbildlichen mitmenschlichen Einsatz für die Bürgerinnen und Bürger in den betroffenen Regionen”, sagte Albig.