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Kiel/Sylt. Jugendliche mit Migrationshintergrund, die in Schleswig-Holstein zur Schule gehen und das Abitur oder Fachabitur anstreben, können sich im Februar für ein START-Stipendium bewerben. START, die größte deutsche Förderinitiative für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund, vermittelt engagierten Jugendlichen Schlüsselqualifikationen für die schulische und berufliche Laufbahn sowie für eine aktive Mitgestaltung des gesellschaftlichen Lebens. Die START-Projektförderer, die damit zu mehr Bildungs- und Chancengerechtigkeit in Deutschland beitragen und einen Ansporn zur Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung geben möchten, schreiben die Stipendien in Schleswig-Holstein bereits zum neunten Mal aus. Zu ihnen zählen aktuell die START-Stiftung – ein Projekt der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung – gGmbH, die Deutsche Bank Stiftung, die Dräger-Stiftung, die Heinz Wüstenberg-Stiftung, das Ministerium für Bildung und Wissenschaft des Landes Schleswig-Holstein und die Possehl-Stiftung.

Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Prof. Dr. Waltraud ‚Wara‘ Wende lobt die Initiative: „Dank der individuellen Förderung durch das START-Stipendium erhalten junge Menschen nicht nur eine gute Perspektive für ihre persönliche und berufliche Zukunft. Sie lernen auch, sich einzumischen und teilzuhaben an der Weiterentwicklung unserer demokratischen Gesellschaft. Damit tragen sie am Ende auch dazu bei, unser Land zukunftsfähig zu erhalten.“ Das sei nicht zuletzt angesichts der aktuellen Debatte um die sogenannten Armutsflüchtlinge ein wichtiges Signal, hebt die Ministerin hervor.

Robert Hasse, Geschäftsführer der START-Stiftung gGmbH, erklärt: „START fußt auf zwei Säulen – der materiellen und der ideellen Förderung. Ziel ist es, die individuellen Fähigkeiten und Interessen der Stipendiaten zu identifizieren, bestehende Talente auszubauen und in Projekten zu erproben und zu festigen. Dabei übernehmen die Stipendiaten Verantwortung und wachsen in ihre Rolle als Akteure unserer Gesellschaft hinein. Sie erleben, dass sie etwas bewirken können.“

Bei START gestalten die Stipendiaten daher aktiv mit. Die vermittelten Kompetenzen können sie direkt in ihr bisheriges Engagement oder neue gemeinsame Projekte einbringen und das Stipendienprogramm damit zusätzlich bereichern. Zentral ist dabei das Verständnis von Gemeinschaft, in der das Miteinander und Füreinander zählt. Aktuell gehören in Schleswig-Holstein 32 Stipendiatinnen und Stipendiaten dieser Gemeinschaft an.

Ute Leusch, Lehrerin an der Mathildenschule Offenbach (Hessen) und Mitglied des pädagogischen Fachbeirats der START-Stiftung, bestätigt: „Ein START-Stipendium bedeutet weit mehr als nur finanzielle Unterstützung: Die Stipendiaten werden durch ein umfassendes Bildungsprogramm und gemeinsame Aktivitäten nachhaltig in ihrer schulischen Entwicklung und in ihrer Persönlichkeitsentwicklung gefördert. Sie werden ermuntert, selbst Verantwortung zu übernehmen und ihre Mitschüler zu unterstützen. START wirkt sich also nicht nur auf den Einzelnen, sondern auch auf sein Umfeld positiv aus.“