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Schleswig-Holstein setzt sich auf der Konferenz der Gleichstellungs- und Frauenministerinnen und -minister in Magdeburg für die Abschaffung der Steuerklasse V ein. Das Land bringt einen entsprechenden Antrag ein, in dem die Bundesregierung aufgefordert wird, die Steuerklasse V abzuschaffen und die Steuerklasse III nur noch für solche Paare vorzusehen, bei denen nur eine Person erwerbstätig ist.

„Das geltende Verfahren bringt eine Schieflage zu Lasten der geringverdienenden Partnerin oder des geringer verdienenden Partners. Meist sind es Ehefrauen, die steuerlich überproportional hoch belastet werden. Dies hat auch negative Auswirkungen auf Lohnersatzleistungen wie beispielsweise Elterngeld oder Arbeitslosengeld, die in der Regel vom zuletzt bezogenen Lohn berechnet werden. Zudem bietet die Steuerklasse 5 derart negative Anreize im Hinblick auf eine Erwerbstätigkeit von Frauen, dass Frauen zum Teil gar keine Arbeit aufnehmen oder beispielsweise dauerhaft Minijobs nachgehen. Dies hat auch geringere Rentenanwartschaften zur Folge. Dieser Zustand ist inakzeptabel und zementiert ein überholtes Rollenverständnis zwischen Mann und Frau. Das Verfahren muss dringend angepasst werden.“

Seit der Einführung des so genannten Faktorverfahrens in Deutschland stehe mit den Steuerklassenkombinationen IV/IV und IV/IV mit Faktor für die Besteuerung von Ehegatten, bei denen beide Partner erwerbstätig sind, ausreichende Alternativen zur steuerlichen Gestaltung zur Verfügung, so Alheit.