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Für die 612 Straßenwärter in den 26 Autobahn- und Straßenmeistereien von Schleswig-Holstein kann der Winter beginnen. Wie Verkehrsminister Reinhard Meyer heute, den 22. November 2012 anlässlich eines Besuchs der Autobahnmeisterei Neumünster sagte, stünden für die bevorstehenden Wintermonate über 600 Fahrzeuge, mehr als 800 Pflüge, Fräsen und andere Maschinen sowie über 31.000 Tonnen Streumittel in 53 Streugutlagerstätten bereit, um Schnee und Glatteis zu beseitigen. „Den Winterdienst erledigt der Landesbetrieb zum Nutzen unserer Bürgerinnen und Bürger, aber auch zugunsten unserer Wirtschaft, die auf einen buchstäblich reibungslosen Verkehr angewiesen ist“, so Meyer. Der Minister erinnerte daran, dass bereits seit Jahren moderne Messtechniken wie etwa das Straßenzustands- und Wetterinformationssystem (SWIS) für mehr Sicherheit eingesetzt werden und sich bewährt haben. Er erinnerte zugleich an die letzte innovative Entwicklung in Schleswig-Holstein, die geothermisch beheizte Fahrbahn der Brücke über den Elbe-Lübeck-Kanal in Berkenthin (B 208).

Im Mittel der letzten fünf Jahre lagen die jährlichen Kosten des gesamten Winterdienstes bei 14,2 Millionen Euro, der jährliche Salzverbrauch bei 44.180 Tonnen. Getragen werden die Kosten zu 46 Prozent vom Bund, zu 33 Prozent vom Land und zu 21 Prozent von den sieben Kreisen, die dem Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr (LBV-SH) diese Aufgabe übertragen haben.

Um die Niederlassungen des LBV-SH beim Straßenwinterdienst zu unterstützen, stehen nach den Worten von Meyer über 320 Lkw von Privatunternehmen unter Vertrag. „Auch hier zeigt sich, dass wir bereits seit langem mit hochwertiger Fahrzeug- und Geräteausstattung einen effizienten Winterdienst im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft leisten“, so der Minister. Insgesamt werden dabei rund 8200 Kilometer Straßenlänge betreut, davon 535 Kilometer Autobahnen, 1442 Kilometer Bundesstraßen, 3538 Kilometer Landesstraßen und 2684 Kilometer Kreisstraßen.

„Unser Winterdienst ist so organisiert, dass wir bei Bedarf auf den Autobahnen einen 24-Stunden Streu- und Räumdienst gewährleisten können. Alle anderen wichtigen Straßen werden bei normalen Wetterverhältnissen von 6 Uhr bis 22 Uhr nach Bedarf gestreut und geräumt“, sagt der Direktor des LBV-SH, Torsten Conradt. Die Winterdienstarbeiten würden deutlich erleichtert, wenn die Verkehrsteilnehmer entsprechende Rücksicht üben würden, wenn sie die Winterdienstfahrzeuge auf den Straßen antreffen. Weiterhin sollte eine entsprechende Winterausrüstung der Fahrzeuge selbstverständlich sein.