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In und am Wasser ist Dirk Effler von I love Kitesurf Sylt in seinem Element. Und davon hat Sylt zum Glück eine Menge zu bieten.  Leidenschaftlich liebt und lehrt der 44jährige Kitesurfen. Wenn er grad mal nicht auf dem Wasser ist, repariert der gelernte Bootsbauer und Segelmacher  Boards und Segel – oder genießt mit seiner Freundin (einer echten Sylterin) einfach die besondere Atmosphäre der Insel.

Warum lebst Du auf Sylt? Was hat Dich hergezogen?

Ich komme ursprünglich aus Berlin und habe vor rund 20 Jahren an der Ostsee, auf dem Darß, als einer der ersten mit dem Kitesurfen begonnen. Schnell wurde ich gefragt, ob ich das anderen beibringen kann … und so hat sich ein Unternehmen entwickelt. Ich bin dafür viele Jahre durch die Welt gereist, Brasilien, Mauritius, Venezuela. An allen Kitesurf-Hotspots habe ich Kurse gegeben und meine Leidenschaft für diesen Sport gelebt. Aber irgendwann habe ich Heimweh bekommen, wollte nicht mehr ständig unterwegs sein. Sylt als Wassersport-Hotspot passte einfach perfekt zu mir. Seit fünf Jahren bin ich nun auf der Insel und habe noch keinen Tag bereut.

Weststrand oder Wattseite – gibt es für Dich eine Sylter Schokoladenseite?

Da schlagen zwei Herzen in meiner Brust. Privat liebe ich die raue Westseite, das wilde und stürmische Meer. Beruflich gefällt mir die ruhigere Ostseite besser, denn dort ist es ideal, um Kitesurfen zu lernen. Beide Seiten haben ihre Vorzüge.

Verrätst Du uns Deinen Lieblingsplatz auf der Insel?

Ganz klar der Brandenburger Strand, weil es hier die schönsten Wellen gibt.

Was machst Du am liebsten, wenn Du frei hast?

Kitesurfen! Ich liebe es.

Welche der vielen Veranstaltungen auf der Insel besuchst Du persönlich am liebsten?

Am liebsten habe ich die kleinen, unaufgeregten Veranstaltungen. Sowas, wie ein Tag der offenen Tür … also die Veranstaltungen, bei denen man die Nachbarn trifft und die Einheimischen. Nicht unbedingt die großen Events.

Gibt es eine Sylter Tradition, die Dir wichtig ist?

Leider sind ja viele alte Traditionen ausgestorben. Gut gefällt mir der alte friesische Kapitäns-Spruch “Rüm Hart – klaar Kimmung”, also “weites Herz – klarer Horizont”. Man sollte immer einen klaren Blick auf die Dinge haben und immer ein offenes Herz.

Wohin gehst Du nach Feierabend?

Am liebsten natürlich an den Strand. Aber ich gehe auch gerne mal schön Essen. Es gibt ja richtig viele gute Restaurants hier.

Dein Tipp für Urlauber: Was sollte man auf keinen Fall verpassen, wenn man auf Sylt ist?

Fahrt mal an die Ostseite und genießt das Wattenmeer. Zum Beispiel nach Munkmarsch. Die Wattseite hat ihren ganz eigenen Charme, ein besonderes Licht. Und ist viel ruhiger als die Westseite, das ist gut zum Runterkommen.

Wohin zieht es Dich, wenn Du selbst Urlaub hast?

Im Winter, nach der Saison hier, zieht es uns meistens nach Südamerika, konkret nach Brasilien, in den Nordosten. Dort haben wir nämlich auch ein Kitesurf-Business … und wenn wir schon mal da sind, machen wir auch direkt Urlaub. Das spart unnötige Flüge. Ist ja auch ganz schön da.

Was erwartest Du für die Zukunft von Sylt? Wie sieht die Inselwohl in 20 oder 30 Jahren aus?

Ich glaube und hoffe, dass die Insel sich immer mehr für jedermann öffnen wird. Sie wird nicht länger das Image haben, ein Ort nur für die sogenannten “Schönen und Reichen” zu sein. Sylt ist zum Beispiel ein Megarevier für Wassersport auf kleinem Raum. Die Insel wird die Menschen nicht mehr aufgrund irgendwelcher alter Promigeschichten anziehen, sondern einfach aufgrund ihrer Schönheit.

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