Sylter Schnack mit Sepp Brückmann. Foto: Nann Nauke Jaschinski
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Im Sommer trifft man Sepp Brückmann tagsüber ziemlich sicher am Strand an – und das nicht nur zum Surfen. Der begeisterte Wassersportler, unter anderem ist er Crew-Mitglied von Finde Deine Linie, sorgt nämlich als einer der vielen Sylter Rettungsschwimmer in Rantum dafür, dass jeder sich beruhigt in die Wellen stürzen kann. Abends geht er seinem Hauptjob in der Gastronomie nach, man findet ihn dann im American Bistro.

Warum lebst Du auf Sylt? Was hat Dich hergezogen?

Vor etwa sechs Jahren bin ich auf die Insel gezogen, um hier meine Ausbildung in der Gastronomie zu machen. Danach wollte ich eigentlich schnell weiterziehen und etwas von der Welt sehen. Doch es kam alles anders. Denn nun habe ich einen Hammerjob, tolle Freunde, meine zusammengewürfelte Familie und den besten Hund der Welt, die mich hier halten. Gebürtig komme ich aus Bad-Ems in Rheinland Pfalz. Hier wegziehen möchte ich nicht mehr! Denn es ist mein Zuhause.

Weststrand oder Wattseite – gibt es für Dich eine Sylter Schokoladenseite?

Für den Hund ist die Ostseite mega. Für mich persönlich natürlich die Westseite, besonders an stürmischen Tagen mit einem dicken Surf!

Verrätst Du uns Deinen Lieblingsplatz auf der Insel?

Einen festen Lieblingsplatz auf der Insel habe ich nicht. Es gibt viele tolle Stellen und Facetten auf Sylt. Am schönsten finde ich es im Herbst und Winter, weil es dann nicht so überlaufen ist.

Was machst Du am liebsten, wenn Du frei hast?

Wenn ich denn mal frei habe, bin ich trotzdem sehr viel im Laden. Um Dinge zu erledigen, zu denen ich sonst nicht komme. Am allerliebsten verbringe ich aber Zeit mit meinem Hund und gehe surfen. Bei bei fast jeder Bedingung!

Welche der vielen Veranstaltungen auf der Insel besuchst Du persönlich am liebsten?

Jede Veranstaltung, die mit Surfen zu tun hat, wird natürlich mindestens einmal besucht. Ganz besonders gefällt mir das Longboard Festival bei der Buhne 16. Beim Polo in Hörnum schau ich auch jedes Jahr vorbei. Wenn man sich damit ein bisschen beschäftigt, ist es sehr lustig dabei zuzusehen. Vor allem mit einem so guten Kommentator wie in den vergangenen Jahren.

Gibt es eine Sylter Tradition, die Dir wichtig ist?

Nein.

Wohin gehst Du nach Feierabend?

Nach Feierabend gehe ich mit Kollegen auf ein Feierabendgetränk zu den Nachbarn in die Paulstraße, wenn denn noch jemand offen hat. Sonst schleunigst ins Bett! Oft schau ich noch eine halbe Stunde fern oder räume zu Hause auf. Sonst kommt man ja nie dazu. Außerdem muss man ja auch erst einmal etwas runterkommen von 10 Stunden Vollbeschallung.

Dein Tipp für Urlauber: Was sollte man auf keinen Fall verpassen, wenn man auf Sylt ist?

Das ist doch klar! Die BBQ Spare Ribs im American Bistro, hehe.

Wohin zieht es Dich, wenn Du selbst Urlaub hast?

Wenn ich Urlaub oder auch nur ein paar Tage Zeit habe, fahre ich mit meinem Bus und Hund gerne rüber nach Dänemark zum Surfen. Es ist schön, mal andere Gesichter und Strände zu sehen. Die letzten zwei Jahre hat es mich jedes Mal im Winter nach Bali verschlagen. Es ist aber schlimm mit anzusehen, wieviel korrupter und dreckiger es von Jahr zu Jahr wird. Daher fahre ich momentan am liebsten nach Frankreich oder Spanien an die Atlantikküste.

Was erwartest Du für die Zukunft von Sylt? Wie sieht die Inselwohl in 20 oder 30 Jahren aus?

Wenn die Oberhäupter von Sylt zukünftig weiter alles dafür tun, die Möglichkeiten für Jugend und junge Menschen einzugrenzen, wird Sylt in 10 bis 20 Jahren ein Open Air-Altersheim werden. Nach der Kurkarte wird dann schon in Niebüll am Bahnhof gefragt. Falls es dann noch Zugverbindungen gibt.

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