Schon seit 1966 gibt es auf Sylt einen Surfclub. Sieben Gründungsmitglieder hatte der damals erste und einzige Club dieser Art in Deutschland. Uwe Behrens, der natürlich mit seinen Brüdern zu den Gründern gehörte, baute den Kuhstall seines Großvaters in Tinnum zum Clubhaus aus.

Die Entstehung

Nach einigen Jahren zerstreuten sich die Mitglieder des Clubs in alle Winde, das Ende des ersten Surf Clubs Sylt. Doch im Jahr 2008 besannen sich wiederum sieben Sylter Surfer der Werte rund um das Surfen und hatten den Wunsch diese der Jugend zu vermitteln – die Geburtsstunde des neuen Surf Club Sylt. Inzwischen ist der Verein mit über 120 Mitgliedern eine feste Größe auf der Insel, und die „Bretter, die die Welt bedeuten“ stehen für die Mitglieder aller Altersklassen an erster Stelle.

Viel mehr als nur eine Clique

Doch der Surf Club Sylt versteht sich nicht nur als Clique, die ihrem Hobby nachgeht.
Vielmehr geht es dem Club darum, besonders den jugendlichen Mitgliedern die Augen zu öffnen, was für ein Glück es ist, auf Sylt leben und surfen zu können. Der respektvolle Umgang mit dem Meer, der Insel und seinen Menschen ist der zentrale Kern um den es geht. Natürlich wird auch der sportliche Erfolg gefördert, und wer sich in seinem Sport weiterentwickeln möchte hat über den Club die Chance an Sichtungswettbewerben, Surfcamps oder sogar den deutschen Meisterschaften im Wellenreiten teilzunehmen.

Genauso gehört es aber zu den Aufgaben des Clubs, sich um den Erhalt und den Schutz der Elemente zu kümmern, die diesen Sport erst möglich machen. Mindestens einmal im Jahr treffen sich die Mitglieder zum großen Aufräumen. Beim „Beach Clean Up“ kümmern sie sich besonders um Strandabschnitte, die nicht regelmäßig von den Gemeinden gepflegt werden können und entsorgten so allein in diesem Jahr über 200 Säcke mit Müll.

Der Traum vom eigenen Clubhaus

Das dieses Engagement unterstützenswert ist, finden auch die Organisatoren des Longboardfestivals. Deshalb geht in diesem Jahr erneut die Hälfte der Startgelder als Spende an den Surf Club Sylt.

Nicht zuletzt durch Engagements wie diese, ist der Traum der Sylter Surfer wahr geworden – das eigene Clubhaus. Jahrelang musste ein Bauwagen reichen – zum Umziehen, Abtrocknen, Equipment verstauen. Doch dies ist seit dem 10. November 2017 vorbei, als die neue Heimat am Brandenburger Strand in Westerland eingeweiht wurde. Früher mussten noch die Wohnzimmer der Mitgleider als Vereinsräume herhalten und jetzt gibt es einen Platz gleich am Wasser, für Begegnungen von alten Surfhasen und jungen Wellenhüpfern, mit warmen Duschen und ganz viel Stauraum für die Boards, das spült richtig Glücksgefühle an den Strand zu Füßen des hellen Holzhauses mit dem markanten Tonnendach.

Markus Mager, Vorsitzender des Surf Clubs, bekommt das Strahlen gar nicht aus dem Gesicht, wenn er über das Projekt spricht. Schon beim ersten Spatenstich 2015 war helle Freude angesagt. Was so lange von so vielen mit so viel Herzblut geplant wurde, wurde endlich Wirklichkeit und entwickelt sich seitdem immer weiter zu einem echten „Zuhause“ für die Sylter Surfszene.