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Gemeinsam in die lodernden Flammen blicken, gegen die Kälte vielleicht einen Schluck Friesentee, und endlich wieder auf einen Schnack Freunde treffen, die man lange nicht gesehen hat – das traditionelle Biikebrennen war auf Sylt schon immer ein toller Anlass, in der ruhigen Winterzeit zusammenzukommen. Gerade in dieser Zeit, die erneut das soziale Leben schwer macht, wäre es wünschenswert, wenn man sich, wie es am 21. Februar Brauch ist, an den Feuern versammeln dürfte.

Biike 2022 auf Sylt als Livestream

In Anbetracht der hohen Infektionszahlen stehen die Entscheidungen inselweit noch aus, ob die Biiken überhaupt entzündet bzw. für Zuschauer zugelassen werden können. Für die Tinnumer Biike hat der Ortsbeirat Tinnum jüngst beschlossen: Es wird wie im Vorjahr auf jeden Fall einen kostenlosen Live-Stream von der Tinnumburg geben.

Der Ortsbeiratsvorsitzende Raphael Ipsen sieht es als Herzensangelegenheit an, das Biikefeuer „den Syltern, Gästen und Freunden Nordfrieslands medial zugänglich zu machen“. Denn schon die Übertragung in 2021 zeigte das große Interesse an der friesischen Tradition. Auch wenn Ende Februar Publikum vor Ort gestattet sein sollte, „wird unser nordfriesisches Brauchtum erneut allen Sylt-Freunden und Friesen global zugänglich sein“, betont Ipsen. Als Medienpartner macht die TV- und Radio-Produktionsfirma NF1 den kostenfreien Livestream technisch möglich.

Biike auf Sylt 2022 als Livestream

Unterstützt wird die Verbreitung in den sozialen Medien zum einen vom Gemeindevertreter der Gemeinde Sylt, Markus Gieppner, durch seine Facebook-Gruppe „Sylt“ mit rund 100.000 Mitgliedern. Björn Nielsen, Administrator der Sylter Facebook-Gruppe „Gesucht-Gefunden-Sylt“, wird den Livestream noch einmal weiteren rund 12.000 Mitgliedern zur Verfügung stellen können. Angedacht ist außerdem eine Übertragung bei SAT.1 regional SH/HH und Antenne Sylt.

Wie bei der Biike üblich, soll es vor der Entzündung durch die Freiwillige Feuerwehr Tinnum einige Grußworte im Geiste der Verbundenheit mit dem Brauchtum geben. Um dann mit dem Feuer und der Sylter Hymne „Üüs Söl´ring Lön“ – nicht mehr wie früher die Seefahrer zu verabschieden – sondern in heutigen Zeiten feierlich den Winter zu vertreiben.