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Der Umweltbeauftragte der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), Pastor Jan Christensen, unterstützt die Forderung der Klima-Allianz Deutschland, den Klimaschutz in Deutschland gesetzlich fest zuschreiben. Die Nordkirche ist Mitglied der Klima-Allianz, eines Bündnisses von Entwicklungs- und Umweltverbänden. Angesichts der laufenden Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und SPD hatte der World Wide Fund for Nature (WWF) einen Vorschlag für ein „Klimaschutz- und Energiewenderahmengesetz“ erarbeiten und juristisch prüfen lassen. „Ambitionierte und gesetzlich verankerte Klimaschutzziele könnten zeigen, dass Deutschland es ernst meint und Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung übernimmt“, so Christensen.

Der Vorschlag des WWF sieht vor, verschiedene energiepolitische Ziele zur Emissionsminderung, zum Ausbau der erneuerbaren Energien und zur Steigerung der Energieeffizienz durch ein Gesetz zu beschließen. Zudem strebt der Vorschlag auch eine kontinuierliche Überprüfung der angestrebten Ziele an. „Klimaschutz sollte wieder auf der politischen Tagesordnung ankommen und dort auch vorangetrieben werden“, fordert Christensen weiter. Am morgigen Donnerstag (31. Oktober) soll der Bereich Energie in Berlin verhandelt werden. „Wir hoffen hier besonders auf die Verhandlungsführer der SPD, da diese ein Klimaschutzgesetz auch in ihr Wahlprogramm geschrieben hatte“, so der Umweltbeauftragte.

Aufgrund der Beziehungen zu Partnerkirchen vor allem in Afrika und dem Pazifik ist bekannt, wie sehr die Menschen dort schon heute unter den Folgen des Klimawandels leiden. In Kenia zum Beispiel gibt es vermehrt lange und heftige Dürreperioden. Die Lutherische Kirche unterstützt hier Bewässerungs- und Brunnenprojekte. In der Südsee müssen bereits Menschen ihre Heimat auf Inselatollen verlassen, da sie zunehmend überflutet werden und die Böden versalzen. Hier arbeitet die Lutherische Kirche unter anderem mit der Organisation „Tulele Peisa“ zusammen, die Atoll-Bewohnern hilft sich ein neues Leben auf dem Festland aufzubauen. Die internationalen Beziehungen der Nordkirche werden vom Zentrum für Mission und Ökumene (Hamburg) koordiniert. Die Infostelle Klimagerechtigkeit des Zentrums ist ebenfalls Mitglied der Klima-Allianz Deutschland.