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Für Dänemarks Transportministerin Pia Olsen Dyhr und Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer bleibt die Jütlandroute auch nach dem geplanten Bau des Fehmarnbelt-Tunnels die wichtigste Verkehrsachse zwischen Deutschland und Dänemark. Wie die beiden Ressortchefs heute, den 2. Dezember 2013 bei der achten Sitzung der deutsch-dänischen Verkehrskommission in Husum sagten, gelte dies sowohl für die Autobahn A 7, die auf dänischer Seite E 45 heißt, als auch für die in weiten Teilen parallel laufende Bahnlinie von Hamburg bis in den Norden Jütlands. „Für die deutsch-dänische Grenzregion mit ihren vielen Berufspendlern und dem Warenaustausch bleibt diese Magistrale elementar“, sagte Meyer nach dem Treffen. Ziel der deutsch-dänischen Verkehrs-Kommission ist es, die Verkehrsverbindungen auf beiden Seiten der Grenze im sogenannten Jütlandkorridor weiter zu entwickeln und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu stärken.

Mit Blick auf die mehrwöchige Sanierung der Rader Hochbrücke, von der auch das dänische Transportgewerbe massiv betroffen war, erinnerte Meyer an seine Bemühungen als Vorsitzender der Länder-Verkehrsministerkonferenz, Finanzierungskonzepte zum Erhalt des deutschen Straßennetzes zu entwickeln. „Denn die dreieinhalbmonatige Verkehrseinschränkung auf der Rader Hochbrücke für Schwerlastverkehre hat der Öffentlichkeit schmerzhaft vor Augen geführt, welcher Nachholbedarf in Deutschland vor uns liegt“, so Meyer. Er sei deshalb froh, dass zumindest einige der Vorschläge der so genannten „Bodewig-Kommission“ – wie etwa mehr Finanzen für den Erhalt der Infrastruktur oder die Ausdehnung der Lkw-Maut auf Bundesstraßen – Niederschlag im Berliner Koalitionsvertrag gefunden hätten.

Dyhr und Meyer zeigten sich erleichtert, dass vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV-SH) bis zum Jahresbeginn 2014 geklärt sein wird, inwieweit in Zukunft wieder Sondergenehmigungen für Schwerlast-Transporte über die Rader Brücke erteilt werden können. Mit Blick auf den sechsstreifigen Ausbau der A 7 zwischen Elbtunnel und Bordesholmer Dreieck erinnerte Meyer daran, dass die Planung des Projekts ebenfalls in der Zielgeraden sei und Ende kommenden Jahres mit dem Bau begonnen werde: „Nutznießer werden nicht nur die vielen tausend Berufspendler sein, die täglich auf der A7 unterwegs sind, sondern auch die Transitverkehre von und nach Skandinavien“, sagte Wirtschafts- und Verkehrsminister Meyer.