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Nach dreieinhalb Monaten Bauzeit hat Verkehrsminister Reinhard Meyer heute, den 8. November 2013 die Rader Hochbrücke wieder für den Verkehr freigegeben. Seit dem 26.Juli war die Brücke aufgrund von Schäden an den Pfeilerköpfen für den LKW-Verkehr gesperrt. Für den gesamten Verkehr war eine Begrenzung auf jeweils eine Fahrspur aus statischen Gründen unvermeidbar.

Verkehrsminister Reinhard Meyer: „Es ist schon eine tolle Leistung aller Beteiligten, dass die Arbeiten so zügig abgeschlossen werden konnten.“ Somit sei diese wichtige und leistungsfähige Verkehrsmagistrale A7 wieder durchgängig insbesondere für das Logistikgewerbe befahrbar. Die Baukosten betragen insgesamt rund 2,7 Millionen Euro.

 

Um diese kurze Bauzeit zu realisieren, waren die erforderlichen Arbeiten aufgrund der besonderen Dringlichkeit ohne umfangreiche Ausschreibungen freihändig an Firmen aus Schleswig-Holstein vergeben worden. Die Zusammenarbeit zwischen den ausführenden Firmen, den Planern, dem Prüfingenieur und dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr-Schleswig-Holstein (LBV-SH) hat nach den Worten von Meyer reibungslos funktioniert. Die schnelle Bauzeit war unter anderem durch Nacht- und Sonderschichten möglich geworden.

 

Es wurden alle 28 Pfeilerköpfe durch eine äußere Stahlgurtung und Spritzbeton ertüchtigt. Dafür waren 150 Tonnen Stahl verbaut worden. Sämtliche Risse an den Pfeilern sind inzwischen verschlossen. „Trotz unseres Ziels, schnell mit der Sanierung voranzukommen, haben wir immer gesagt: Sicherheit geht vor Schnelligkeit“, so Meyer.

 

Die uneingeschränkte Tragfähigkeit der Pfeilerköpfe durch die Instandsetzung wurde mittlerweile statisch nachgewiesen. Hierfür wurden insgesamt über 200 Bohrkerne aus dem alten Beton der Pfeiler entnommen und die Druckfestigkeiten überprüft. Zusätzlich wurden circa 400 Spritzbetonproben auf ihre Festigkeit untersucht. Das abschließende Ergebnis der Berechnungen zur Ermittlung der Restnutzungsdauer der gesamten Brücke wird Mitte 2014 vorliegen.

 

Meyer bedankte sich insbesondere bei der Verkehrsüberwachung der Landespolizei für den unermüdlichen Kontrolleinsatz und bei den am Bau Beteiligten Firmen, Ingenieurbüros sowie den Mitarbeitern des LBV-SH für die schnelle Ausführung der Instandsetzungsarbeiten.

 

Wann die Brücke für Transporte mit Überlänge oder –breite freigegeben werden kann, hängt nach den Worten von Meyer von weiteren statischen Untersuchungen ab.

Deren Ergebnisse werden voraussichtlich in einigen Wochen vorliegen. Die Standstreifen bleiben gesperrt, um Tragfähigkeitsreserven zu erschließen.