Coworking Dein Schreibtisch auf Sylt, Dünenwind Media Sylt

Jedes Jahr im Frühjahr und im Herbst legen Millionen Vögel auf dem Zug zwischen südlichen Winterquartieren und arktischen Brutgebieten einen Zwischenstopp auf Sylt ein. Denn das UNESCO-Weltnaturerbe bietet alles, was ein Vogel so braucht, vor allem genügend Nahrung, um Strecken von bis zu 5.000 Kilometern zwischen Brut- und Rastgebieten unbeschadet zu überstehen.

Laien schließen sich für die Beobachtung am besten den Profis an – und spüren im Rahmen einer geführten Tour den gefiederten Gästen nach. So zeigt etwa der Keitumer Vogelwärter die unglaubliche Vielfalt seines Reviers, des Nationalparks Wattenmeer, auf. Ganz nah an den Rastplätzen der Zugvögel, der großen Keitumer Sandinsel und im Nössekoog, kann man zudem Alpenstrandläufer und Brandgänse, Seeschwalben, Austernfischer und viele weitere Vogelarten beobachten.

Die Schutzstation Wattenmeer ist am Strand von Hörnum unterwegs. Unter dem Motto „Piepshow im Watt“ erklären die Profis der Sylter Stationen die Zusammenhänge zwischen Watt und Vogelzug, geben Tipps für gelungene Beobachtungen und erläutern, warum die häufigste Vogelart an der Küste ausgerechnet die Alpen im Namen trägt.

Der wohl am meisten beeindruckende Nistplatz auf Sylt aber ist das Rantumbecken. Auf kleinen Inseln brüten hier im Frühjahr vor allem Möwen und Austernfischer, vereinzelt auch Graugänse und Küstenseeschwalben, in der Schilf- und Röhrichtzone wiederum leben vor allem Rallen, Rohrsänger und die seltenen Rohrdommeln. Einer der besten Aussichtsplätze hier, der Rantum Damm, ist derzeit allerdings gesperrt: Noch bis zum 29. Juni wird das 80 Jahre alte Bauwerk repariert und saniert. Die Maßnahmen dienen dem Küstenschutz und dem Erhalt der beliebten Strecke im Naturschutzgebiet Sylt. Ab Juli ist die störungsfreie Umrundung des Rantumbeckens dann wieder möglich.

 

Foto: (c) Christel Grave