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Heute warnt das Umweltministerium von Mecklenburg-Vorpommern vor dem Verzehr der Leber von Ostseedorsch. Grundlage waren Untersuchung des dortigen Landesamtes für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei aus den letzten fünf Jahren. Von 26 Dorschleberproben überschritten 21 Proben aus der Ostsee die Grenzwerte für Dioxin.

Das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein schließt sich der Warnung aus Mecklenburg-Vorpommern vor dem Verzehr von Ostseedorschleber an.

In Schleswig-Holstein hat die Verarbeitung von Ostseedorschleber eine untergeordnete Bedeutung, nach den Erkenntnissen aus Mecklenburg-Vorpommern ist es jedoch geboten, vor dem Verzehr zu warnen. Betroffen können insbesondere Hobby-Angler sein, die für den Eigenbedarf fangen oder Fischer, die Dorschleber im Einzelfall vor Ort verkaufen.

Untersuchungen von fünf Dorschleberkonserven im Landeslabor Schleswig-Holstein unterschiedlicher Herkunft aus dem Jahr 2009 bestätigen die Befunde aus Mecklenburg-Vorpommern teilweise; In einem Fall wurde eine Überschreitung der Höchstgehalte von 25pg/g bzw. seit 2012 20 pg/g Frischgewicht – FG (Summenwert Dioxine/dioxinähnliche PCB) mit 73,96 pg/g FG festgestellt. Diese Dorschleberkonserve wurde in Lettland hergestellt.