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Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie hat sein Programm zur flächendeckenden Erfassung (Kartierung) der Ablagerungen am Meeresboden (Sedimente) in Nord- und Ostsee gestartet. Diese werden in einer räumlichen Auflösung von einem Meter erfasst. Damit liefert das BSH die Datenbasis für die Erstellung von flächendeckenden Biotopkarten. Die Sedimentkarten werden eine wesentliche Grundlage für ein umweltschonendes Management der Nutzung des Meeresbodens sein, die allen Interessenten und Nutzern der Meere zur Verfügung stehen. Sie helfen der maritimen Raumordnung und dem Schutz und der Abgrenzung von Biotopen und mariner Lebensraumtypen ebenso wie der Offshore Windindustrie.

In einem ersten Schritt werden bis einschließlich Oktober 2014 in der ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) von Nord- und Ostsee mit Seitensichtsonaren, Unterwasser-Videoaufnahmen und Bodenproben die Sedimente der sogenannten Natura2000-Schutzgebiete erfasst. Dabei handelt es sich um eine Fläche von rund 10.400 km2. Die Kartierungsarbeiten führt das BSH im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Vermessungsfahrten der BSH-Schiffe aus.

Die gesamte Fläche der AWZ von Nord- und Ostsee beträgt rund 33.000 km2. Daher arbeitet das BSH in diesem Programm zur Datenerfassung mit der Sektion „Marine Geologie“ des „Leibniz-Instituts für Ostseeforschung Warnemünde (IOW)“ sowie mit den großen meeresgeologischen Forschungseinrichtungen, der „Wattenmeerstation Sylt“, dem „Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung (AWI)“, dem „Institut für Geowissenschaften der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel“ und „Senckenberg am Meer“ (Wilhelmshaven) zusammen. Die Forschungseinrichtungen unterstützen die Weiterentwicklung standardisierter Methoden im Rahmen von Kartierungsarbeiten; ferner werten sie die umfangreichen BSH-Daten der geologischen Untersuchungen und der Seevermessung aus und bereiten sie auf.

Mit dem Kartierungsprogramm erfüllt das BSH auch eine Verwaltungsvereinbarung mit dem Bundesamt für Naturschutz (BfN). Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit unterstützt das Projekt finanziell.