Das Buch des Sylter Immobilienmaklers Eric Weißmann Aber bitte mit Reet

Im Jahr 2012 sind in Schleswig-Holstein 27 728 Gewerbe angemeldet worden, das sind sieben Prozent weniger als 2011, so das Statistikamt Nord.

Beim überwiegenden Anteil der Gewerbeanmeldungen handelte es sich um Neugründungen (79 Prozent). 3 688 Fälle wurden durch Verlegung des Unternehmenssitzes aus anderen Gemeinden veranlasst, 2 092 Fälle durch Rechtsformwechsel, Gesellschaftereintritt, Erbfolge o. Ä. und 100 Fälle durch Umwandlungen.

34 Prozent der Neugründungen entfielen auf die Wirtschaftsbereiche „Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen“, „Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen“ und „Sonstige Dienstleistungen“. Im Bereich „Handel einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kfz“ erfolgten 22 Prozent der Neugründungen, elf Prozent im Baugewerbe und fünf Prozent im Gastgewerbe.

Von den 21 848 Neugründungen machten Kleinunternehmen bzw. Neugründungen als Nebenerwerb mit 17 548 Fällen den überwiegenden Teil aus (80 Prozent). Die Zahl der neugegründeten Nebenerwerbsbetriebe sank dabei gegenüber 2011 leicht um zwei Prozent, während 17 Prozent weniger Kleinunternehmen im Vollerwerb angemeldet wurden.

Betriebsgründungen, die hinsichtlich ihrer Rechtsform auf eine größere wirt-schaftliche Bedeutung schließen lassen, wurden in 4 300 Fällen angemeldet. Dies bedeutet gegenüber dem Jahr 2011 eine Abnahme um sechs Prozent, ihr Anteil an allen Neugründungen stieg damit aber leicht auf 20 Prozent. Im Durchschnitt wurden im Jahr 2012 in Schleswig-Holstein 1,5 Betriebe je 1 000 Einwohnerinnen und Einwohner gegründet (Bevölkerungs-stand: 30.09.2012). Am höchsten lag diese Quote in den Kreisen Nordfriesland (2,4) und Neumünster (2,1). Im Kreis Plön wurden hingegen nur 1,1 und im Kreis Steinburg und in der Landeshauptstadt Kiel nur 1,2 Betriebsgründungen je 1 000 Einwohnerinnen und Einwohner verzeichnet.

22 370 und damit 81 Prozent aller Anmeldungen entfielen auf Einzelunternehmen. Darunter waren Anmeldungen von Frauen (37 Prozent) oder Unternehmern mit ausländischer Staatsangehörigkeit (19 Prozent) in der Minderzahl.

Die Zahl der Gewerbeabmeldungen ging im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent auf 25 195 Fälle zurück. 63 Prozent (15 905 Fälle) wurden aufgrund der vollständigen Aufgabe von Kleinunternehmen und Nebenerwerbsbetrieben angezeigt.
Weiterhin wurden 3 954 Betriebsaufgaben, also Fälle mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung, gemeldet (plus vier Prozent). Ihr Anteil an den Abmeldungen stieg damit leicht auf 16 Prozent. In weiteren 3 254 Fällen erfolgte die Abmeldung wegen Fortzugs aus der bisherigen Sitzgemeinde. Erbfolge, Kauf, Wechsel der Rechtsform, Gesellschafteraustritt oder Umwandlungen waren in 2 082 Fällen Anlass für eine Abmeldung.