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Mit Blick auf den Start des Ausbildungsjahres am 1. August hat Wirtschaftsminister Reinhard Meyer an junge Schulabsolventinnen und Schulabsolventen appelliert, ihren Fokus nicht ausschließlich auf eine Hochschulausbildung zu richten: „Der steigende Fachkräftebedarf der Wirtschaft wird insbesondere im Bereich der klassischen Ausbildungsberufe spürbar werden. Viele Branchen bieten neben einer praxisorientierten Ausbildung auch hervorragende Karrieremöglichkeiten. Das schließt auch ein späteres Studium – beispielsweise berufsbegleitend – nicht aus“, sagte Meyer heute, den 25. Juli 2013 in Kiel.

Die duale Berufsausbildung habe sich als tragende Säule des Arbeitsmarktes in Deutschland bewährt und sei ein Grund für die im Verhältnis zu den europäischen Nachbarn niedrige Jugendarbeitslosigkeit.

Wie Meyer weiter sagte, zeigen die Statistiken der Industrie- und Handelskammern, ebenso wie die der Handwerkskammern bislang eine deutliche Unterbesetzung der verschiedenen Lehrstellen. Um die die Wünsche von Ausbildungsbetrieben und Schulabgängern näher zu bringen legt Meyer den Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine offene Abwägung von Zielen und Wünschen, Interessen und Fähigkeiten ans Herz: „Ein praktisch oder kreativ begabter junger Mensch findet im Handwerk verschiedenste Aufstiegsmöglichkeiten und eher eine persönliche Befriedigung, als unter Umständen in einem Studium.

Zugleich appellierte Meyer aber auch an die Betriebsinhaber und Geschäftsführer, Jugendlichen, die aufgrund ihrer schulischen Noten oder dem ersten persönlichen Eindruck den Anforderungen nicht genügen, eine Chance zu geben. Auch sollten sich Unternehmen gezielt um Studienabbrecher bemühen. „So manches verborgene Talent offenbart sich erst während eines Praktikums oder im Laufe der Ausbildung. Darüber hinaus stehen Betrieben zur Sicherstellung eines erfolgreichen Ausbildungsabschlusses Unterstützungsmöglichkeiten wie etwa ausbildungsbegleitende Hilfen offen“, so der Minister. Auch eine frühe Elternschaft müsse einer beruflichen Karriere nicht im Wege stehen, denn im Rahmen einer Teilzeitausbildung könne die Arbeitszeit im Betrieb den Bedürfnissen erziehender Auszubildender angepasst werden. Meyer: „Im Gegenzug erhalten Unternehmen verantwortungsbewusste, engagierte Lehrlinge, die mit beiden Beinen fest im Leben stehen.“