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Sylt ist immer eine Reise wert. So viel steht fest. Ob als Surfparadies, Oase für Naturliebhaber oder als Highlight für Feierfreudige – es gibt jede Menge Gründe, diese Insel zu lieben. Wer hier auf Entdeckungsreise geht, wird schnell belohnt mit wunderbaren Aussichten und bezaubernden Plätzen. Was man auf keinen Fall verpassen sollte? Ich verrate Euch hier meine ganz persönlichen Lieblingsorte.

Eine Stadt

Fangen wir mit der einzigen Stadt der Insel an. Hier landet man schließlich bei der Anreise als erstes, sofern man nicht die Fähre nach List genommen hat. Westerland bietet all das, was man von einer kleinen Stadt erwartet. Und noch mehr. Traumhaft flanieren lässt es sich selbstredend an der Strandpromenade, wo auch schon mein erster Lieblingsort zu finden ist: die Creperie am Meer. Eins der köstlichen Crêpes auf die Hand, ein leckeres Sylter Bier oder einen Chai Latte dazu und jeder Tag ist gerettet.

Bei Schietwetter lässt sich der Tag auch prima im Kino, im Aquarium, in der Sylter Welle oder beim Bummeln in der Fußgängerzone aushalten. Oder einfach in einem der vielen Cafés oder Restaurants mitten in der City, z.B. im Stadtgeflüster. Mehr in Strandnähe liebe ich den genialen Meerblick vom Beachhouse oder im Sommer die unkomplizierte Atmosphäre im S-Point Sylt. Nicht so bekannt sind die weniger zentralen Ecken der Stadt. Ich mag sehr den alten Teil der Stadt mit seinen historischen Friesenhäusern, dort, wo auch die alte Dorfkirche St.Niels mit ihrem ebenso alten Friedhof zu finden ist. Kein Trubel und viel Spirit vergangener Zeiten, wunderbar.

Bezaubernde Dörfer

Tinnum

Es gibt keinen Ort auf der Insel, der nicht irgendwas Besonderes zu bieten hätte. In Tinnum gehört neben den herrlichen Wiesen eindeutig die FrisierBAR zu meinen Top-Favoriten. Der Laden ist super stylish, es gibt tolle Produkte und Leckeres zum Essen und Trinken gibt’s obendrein. Ach ja, frisieren können sie dort auch richtig gut. Die Lage an der Straße Richtung Keitum ist zwar nicht superschön, dafür kann man die Autos auf den Shuttles zählen, während die Haare gestylt werden. Wenn man dann so richtig aufgehübscht den Laden verlässt, schaut man sich am besten direkt noch ein paar schicke Wagen bei Porsche Sylt an – und schon fühlt man sich wie Frau/Mann von Welt.

Keitum

Dass Keitum wunderschön ist, weiß eigentlich jeder und versteht sich von selbst. Der traumhafte Blick aufs Wattenmeer, die entzückenden Häuser, die Ruhe (außerhalb der Hochsaison zumindest) – besser geht es nicht. Und es gibt jedes Mal etwas Neues zu entdecken, denn man verläuft sich leicht. Seit Jahren laufe ich durch dieses Dorf und doch bin ich immer wieder verwundert, wie ich nun gerade hier- oder dorthin gekommen bin. Zum Beispiel in den kleinen Laden der Künstlerin Christina Thraen. Ihre witzigen Bilder kannte und mochte ich schon lange, wusste aber nicht, dass sie ein Atelier in Keitum hat. Ein Besuch lohnt sich. Oder man entdeckt den hübschen (etwas abgelegenen und deshalb besonders ruhigen) Cafégarten vom Kamps Hotel. Dort gibt es übrigens auch eine Galerie mit interessanten Ausstellungen.

Ein weiterer Lieblingsort in Keitum ist der Teekontor, auf der anderen Seite der Bahnlinie. Runterkommen, abschalten, bei einem perfekt zubereiteten Tee und köstlichen Scones, einfach herrlich. Auch der Shop ist nett und die regelmäßigen hochklassigen Jazz-Konzerte (muss man frühzeitig buchen) sind ein Genuss! Abends gehe ich sehr gerne ins Pius, um einen guten Wein zu trinken und dazu Chips und Co. zu knabbern. Ach ja, nicht vergessen, schon wieder eine Kirche: St. Severin ist nicht nur unglaublich hübsch anzusehen (der umliegende Friedhof übrigens auch), hier lohnt sich definitiv auch der Besuch der Mittwochskonzerte!

Nicht auslassen sollte man im übrigen auch das Sylter Heimatmuseum und das altfriesische Haus, wenn man etwas mehr über die Sylter Geschichte erfahren will. Tipp: Im Shop gibt es richtig tolle selbstgestrickte Socken aus Schafwolle und farbenprächtige gewebte Bänder zu kaufen.

Von Ost bis West, von Süd bis Nord

In Morsum gefallen mir vor allem die wunderbare Ruhe, der Golfplatz und die Schafe auf dem Deich. In Munkmarsch hat es mir der Blick über Hafen und Meer angetan und in Braderup freue ich mich über die leckeren Biobrote vom Körnerladen. Hier kann man im Sommer auch gemütlich draußen sitzen und einen guten Kaffee genießen. In Wenningstedt gibt es für meinen Geschmack den besten Veggie-Burger der Welt im Twisters. Und ein kleines Highlight für Familien: der Sagenwald im Wäldchen am Osetal.

Jeder Ort hat seinen ganz eigenen Charme und lohnt sich zu entdecken!

Ganz im Süden der Insel, in Hörnum, besticht natürlich der Hafen (nicht verpassen, ein Fischbrötchen von Matthiesen zu knuspern), der Leuchtturm und die Odde. Als Golferin liebe ich hier aber vor allem die Herausforderung des Golfplatzes Budersand und genieße den weiten Blick von der Terrasse des Strönholt (auch für Nichtgolfer ein Tipp). Ebenso mit seiner Hafenatmosphäre lockt im Norden List, das bis vor einiger Zeit trotz des Erlebnsizentrums Naturgewalten noch eher nett verschlafen war. Durch die neuen Hotelprojekte und den durchaus ansprechenden Lister Markt ist nun allerdings deutlich mehr los. Das muss nicht ja schlecht sein. Mir persönlich gefällt allerdings in erster Linie der kleine Dünenhof mit dem für mich besten Eis der Insel in der Eismanufaktur, den leckeren Sylter Suppen und schönen Shops wie z.B. der Kaschmirladen Boya.

Kampen ist natürlich ebenso etwas ganz Besonderes. Hierher komme ich zum einen für den unbezahlbaren Blick auf beide Meere, zum Bummeln entlang der Schaufenster (nur schauen, das meiste ist eher nicht meine Preisklasse) und zum Träumen (wie es wäre, wenn eine der traumhaften Villen die meine wäre). Ich bin hier eher tagsüber und esse dann gerne eine Kleinigkeit im Odin oder genieße den Ausblick auf den Strand im Kaamps7. Richtig cool finde ich die Jazzkonzerte von Till Brönner im Sommer – open Air und kostenlos. Perfekt. Auch die Veranstaltungen, von Sommerfest bis Weihnachtsmarkt, im Kaamp-Hüs sind meistens recht nett. Ach ja, definitiv einen Besuch wert ist die Vogelkoje inklusive eines Besuchs des Restaurants (hier kann ich z.B. das grandiose Frühstück empfehlen) an der Straße nach List!

Natur pur

Meine allerliebsten Orte sind natürlich in der wunderbaren Sylter Natur zu finden. Je nach Tagesform liebe ich das weite offene Meer, die beruhigende Ausstrahlung des Watts, das unbeschreibliche Licht der Dünen oder einfach die landwirtschaftlichen Wiesen.

Am Meer

Der Strand an der Westseite ist ewig lang und breit und eigentlich überall schön. Etwas leerer natürlich, wenn es nicht direkt der Westerländer Strand ist. Da ich nach einem Spaziergang sehr gerne einkehre, mag ich bei trockenem Wetter (und zur Saison) zum Beispiel die Gegend rund um die Buhne 16. Entweder ich laufe von Kampen aus direkt am Strand entlang oder ich parke auf dem Buhne 16 Parkplatz und laufe den sehr schönen Holzweg (manchmal ist es gar nicht so übel, auf dem Holzweg zu sein) durch die Dünen zum Strand. Auch der Weg oben auf den Dünen zwischen Wenningstedt und Kampen (Start Strandparkplatz Berthin-Bleeg-Str.) gehört zu meinen Favoriten. Ebenso schön ist der breite Strand zwischen Samoa Seepferdchen und Sansibar. Und manchmal laufe ich einfach nur von der Westerländer Promenade bis zur Strandoase, weil man da so herrlich im Strandkorb auf dem Steg sitzen kann.

Am Watt sind die wunderschönen Wege zwischen Keitum und Munkmarsch, am Morsumer Kliff und direkt in Keitum am bekanntesten. Ich mag aber auch die andere Seite, zwischen Rantumbecken (auch eine Tour um das Becken selbst ist cool, zieht sich aber ein bisschen) und Morsum. Hier ist es besonders ruhig, die Schafe grinsen einen von von Deichen zu und die ganze Welt bleibt irgendwie außen vor. Cool und eher ruhig ist auch ein Wattspaziergang von der Vogelkoje Kampen in Richtung List.

Weststrand, Dünen oder Watt? Am besten einfach ein bisschen bergsteigen und von der Uwe-Düne alles genießen!

Im Inneren

Bleiben noch die Wiesen. Herrlich sind die Tinnumer Wiesen mit der Tinnumburg (genaugenommen ist diese nur ein kleiner Erdhügel, hier findet immer eins der Biikefeuer statt), freundlichen Pferden und Kühen und dem Tinnumer Tierpark. Ich laufe je nach Laune via Wiesen zum Beispiel nach Keitum, ans Rantumbecken oder Richtung Weststrand. Einigermaßen neu und auch sehr schön für eine kleine Wanderung im “Inland” der Insel ist das renaturierte Gelände des ehemaligen Marinefliegerhorsts am Westerland Flughafen. Hier führt ein sehr schöner Rad- und Wanderweg direkt nach Munkmarsch.

Die Natur genieße ich am liebsten zu Fuß (klar, Strand und strandnahe Dünen sind größtenteils fahrzeugfrei). Aber auch lange Radtouren sind super, schließlich kommt man so deutlich weiter. Wenn nur der Gegenwind nicht wäre. Letzten Sommer habe ich deshalb mal ein E-Bike ausprobiert. Ich geb’s zu: das macht schon Spaß!

Wer nicht so gerne weit gehen mag und trotzdem draußen etwas unternehmen möchte, dem seien Führungen zu den Weinbergen empfohlen. Geht das, Weinberge auf einer Nordseeinsel? Und wie! Der Wein ist sogar richtig lecker.

Und zu guter Letzt mein absolutes Lieblingsort-Highlight: ein Strandkorb! Fast egal, wo der steht. Reinsetzen, Alltag vergessen, wohlfühlen.

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